Rezension zu Fallobst von Thomas Bielig Autor des Wissenschaftsthrillers "Die Nanolithografie"

 

Nicht nur für Calvados Liebhaber eine spannende Geschichte

Von Thomas Biehlig am 28. November 2016

 

Format: Kindle Edition      Verifizierter Kauf

Um es kurz zu machen, mir gefiel das Buch. Herr Beutin schreibt unverbraucht und erfrischend. Wer allerdings ein perfekt durchgestyltes Buch erwartet, wird enttäuscht. Die Geschichte lebt von perfiden Aussetzern der Charaktere und zeichnet ein charismatisches Bild von französischen Apfelbauern und Schnapsbrennern in der Normandie.

Natürlich spielen die Insignien der Politik, Geldgier und Machtstreben in dem Buch eine wichtige Rolle. Korrupte Lokalpolitiker und ein Wissenschaftsbetrieb der auf Gefälligkeiten basiert runden das Bild ab. Am Ende nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf und die anfangs losen Handlungsstränge laufen zusammen, bis die Bombe platzt. Als Autor des Wissenschaftsthrillers "Die Nanolithografie" möchte ich außerdem noch hinzufügen, dass ich die Arbeit, die in dem Buch steckt zu würdigen weiß. Es ist kein Buch von der "Stange", im Gegenteil, es lebt von Ecken und Kanten die ein "professionelles" Verlagslektorat sicherlich in Frage gestellt hätte. Ich habe jedenfalls ein paar spannende und lehrreiche Stunden mit dem Buch erlebt und kann es einfach nur weiterempfehlen.

 

 

 

 

Von Viveka am 21.06.2014

 

Zusammenfassend:

Unbedingt lesen! Die einfühlsame, direkt getroffene Beschreibung der verschiedenen Protagonisten gehen mitten ins Herz. Ich verbeuge mich vor diesem Talent.

Eine wunderschöne Geschichte vom "has been" ...

Das Problem bei einigen Menschen ist, dass sie kein Gespür für Gefahr haben. Sie wissen nicht, was Angst ist. Sie verbringen ihr ganzes Leben eingesponnen in Annehmlichkeiten, und die einzigen Gefahren, die sie kennen, sind bedeutungslos.

Bedenken, Unsicherheiten, Bagatellen.

Wirkliche Angst bedeutet manchmal ein zerbrochener Glaskolben. Angst dient einem Zweck. Angst ist nicht bloß zum Horrorfilmgucken da oder zum Achterbahnfahren. Angst hält uns am Leben.

Für mich persönlich das zweitbeste Buch 2014 hier bei Neobooks.

 

von Yasammez am 19.06.2013

 

Zusammenfassend:

Wer sich an diesen Wissenschaftskrimi heran wagt, sollte unbedingt am Thema Bioterrorismus und Forschungsalltag interessiert sein, denn der Input steht hier eindeutig im Vordergrund. Es ist eine brisante Geschichte vor einem erschreckend realistischen Hintergrund. 

 

neobooks

 

 

 

„Rizin“ – ein Wissenschaftskrimi,

von Elke Hahn-Deinstrop, Eckental

„Der Gute räumt den Platz dem Bösen, und alle Laster walten frei ...“

Diese zwei Zeilen aus Schillers „Die Glocke“ fallen mir ein, nachdem ich den Krimi „Rizin“ von Lothar Beutin ausgelesen beiseitelege. Auf 416 Seiten erzählt der Autor einen Abschnitt aus dem Leben des Mikrobiologen Leo Schneider, der eigentlich nichts anderes möchte, als in Ruhe seiner Arbeit mit Darmbakterien nachzu­gehen. Mit der Berufung eines neuen Direktors an die Spitze eines Berliner Instituts der hochschulfreien Forschung ändert sich das überschaubare Leben für Dr. Schneider und seine Assistentinnen.

Die im Herbst 2001 nach dem 11. September in den USA aufgegebenen Postsendungen mit Milzbrandsporen (die sog. Anthrax-Briefe) bieten den Verantwortlichen in der Regierung den Anlass für eine Umstrukturierung des Institutes. Schneiders Aktionsradius wird beschnitten. Ihm bleibt nur seine langjährige Mitarbeiterin Tanja Schlosser und als Aufgabengebiet die Arbeitsgemeinschaft Toxine, die sich schwerpunktmäßig mit dem Botuliniumtoxin und mit Rizin, dem Pflanzengift aus den Samen des Wunderbaums, beschäftigen soll.

In den ersten Kapiteln des Buches werden die Menschen in den Führungsetagen des Instituts und ihre Macken vorgestellt, frei nach dem Motto: „Ich kann alles – nur alles nicht richtig!“ Fein beobachtet beschreibt der Autor das Streben nach [Einfluss und Ansehen = Macht]. Meistens geht es auch um Geld – viel Geld.

Plötzlich wird es turbulent am Institut, ohne dass Schneider dies zunächst so richtig mitbekommt. Politiker und Militärs wollen bei der Forschung mitreden – der Begriff „Bioterrorismus“ taucht auf.

Erinnerungen an eigene Erlebnisse kehren zurück bei der Beschreibung eines Kongresses in Kyoto. Die singenden Fußbodendielen im Schloss Nijo und erste Erfahrungen mit der einheimischen Küche in einem Restaurant bringen mir die Ratschläge meines japanischen Professors wieder ins Gedächtnis. Schneiders Vorgesetzter verhält sich in Japans alter Hauptstadt reichlich naiv und tollpatschig, dabei verheddert er sich in einigen Fallstricken.

So richtig Schwung kommt in die Geschichte, nachdem in den Medien über einen Toten in Berlin berichtet wird, dessen Todesursache zunächst nicht zu ermitteln ist. Mehrere Geheimdienste (wer ist Freund – wer Feind?) aktivieren ihre Spezialisten: Es wird abgehört, was die Technik hergibt, bedroht, erpresst, gemordet. Sieht so die Wirklichkeit aus? Gut beraten ist jedermann, der im weltweiten Netz möglichst wenig von sich preisgibt. Leo Schneider fühlt sich jedenfalls immer mehr in die Enge getrieben, zumal nun auch seine französische Ehefrau in die Handlung einbezogen wird.

Mehr soll von der Handlung an dieser Stelle nicht verraten werden. Auch der Autor gibt nicht alle Geheimnisse seiner Forschung preis. Es wäre sicherlich viel zu gefährlich, wenn der Leser nach einer exakten Vorschrift selbst „Rizin 51“ herstellen könnte. So bleibt das Vergnügen, auch in einem Krimi über die Arbeit in einem Labor zu lesen. Man glaubt die nächtlichen Geräusche der Hochleistungszentrifugen zu erkennen, weil die Arbeit es erforderlich macht, auch zu ungewöhnlichen Zeiten am Arbeitsplatz zu sein.

> elkes.maui@gmx.de



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5.0 von 5 Sternen
Spannungsreiches Buch für Wissenshungrige!, 8. Februar 2012
Von 
Garfield -Rezension bezieht sich auf: Rizin (Taschenbuch)

Als naturwissenschaftlich interessierter Mensch befinde ich mich stets auf der Suche nach alten und neuen Erkenntnissen, welche meinen Wissensdurst stillen können. Als ein wesentlicher Bestandteil dieser Suche erachte ich das Aussieben nach Themen, welche natürlich für mich persönlich interessant sind, ebenso wie das nach originell verpackten Informationen, welche durch ihren Bezugsrahmen und ihre angeführten Beispiele spielerisch den Zugang zu dem Wissen ermöglichen. Solch ein unkomplizierter Zugang ist in Form von Wissenschaftsromanen leider nur allzu selten zu finden.
Umso mehr erfreute es mich auf dieses Buch gestossen zu sein. Wer den EHEC-Ausbruch im Jahre 2011 eingehender verfolgte, kam bisweilen an dem Namen Lothar Beutin nicht vorbei. Dem führenden Berliner EHEC-Experten gelingt mit seinem Krimi RIZIN der schwierige Spagat zwischen Wissenschaftsfakten und gestalterischer Vermittlung. Durch und durch ein gelungenes Werk und ein Geheimtipp für alle die es spannend und realitätsnah lieben! 

von Hans Werner ZiLLger, chemoLine®

 

chemoline

 

Das Taschenbuch RIZIN ist ein spannender Krimi und ein lesenswertes Buchgeschenk für Chemiker, Physiker, Biologen, Mathematiker, Chemielehrer, Chemielaboranten, Chemisch-Technische-Assistenten, Chemiestudenten, Chemieingenieure, Verfahrensingenieure, Biochemiker, Chemikanten, Chemietechniker, Chemotechniker, Lebensmittelchemiker, Wirtschaftschemiker, Master of Science in Chemistry, Diplomchemiker, Analytiker, Industrie-Chemiker, Chemieunternehmer, Laborleiter, Weinanalytiker, Spurenanalytiker, Laborchemiker, Pharmazeuten und Menschen, die gerne einen spannenden Krimi lesen.